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Kategorie: Wandern

Schnee, Yippie! Rein in die Schneeschuhe!

Schnee, Yippie! Rein in die Schneeschuhe!

Was ist schlimmer, als kein Internet zu haben? Kein Internet zu haben, wenn man mehrere Wochen lang eingeschneit ist! Aber wie immer, hat jedes Problem auch seine guten Seiten: Wenn man den richtigen Umgang mit der Lage gefunden hat, kann danach alles besser sein als vorher – so auch bei meinem Internet-Problem (Beitrag folgt in den nächsten Stunden) und vor allem mit dem Schnee!

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Wandern rund um Trarego-Viggiona

Wandern rund um Trarego-Viggiona

Gibt es noch einen echten Geheimtipp für Naturliebhaber und Wanderfreunde? Diese Frage solltet ihr euch selbst beantworten, wenn ihr ein paar Tage hier am westlichen Lago Maggiore verbracht habt.

Denn wer gerne wandert und dabei nicht unbedingt autobahnähnlich ausgebaute Wanderwege braucht, kann hier sein Paradies finden. Allein das Gemeindegebiet von Trarego-Viggiona bietet so viele Möglichkeiten zu kurzen Spaziergängen oder Ganztagestouren, dass ein Urlaub gar nicht ausreicht, um alles auszuschöpfen.

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Meine Literaturempfehlung zum Nationalpark Val Grande

Meine Literaturempfehlung zum Nationalpark Val Grande

In einem älteren Beitrag zu Wandermöglichkeiten rund um Trarego-Viggiona und im Nationalpark Val Grande habe ich mal geschrieben „Dieses Paradies muss man sich erarbeiten. Es gibt keine verlässlichen Karten oder Tourenführer.“ Und das trifft auch zu, wenn man an klassische Wanderführer oder -karten denkt.

Val Grande
Val Grande – unendlich wild, unfassbar schön und kaum erschlossen

Glaubt mir, ich habe in den letzten 17 Jahren ALLE Veröffentlichungen gekauft, die sich als Nachschlagewerk für die Region angeboten haben. Karten, Zeitschriften, Bücher, Reise- und Wanderführer. Print, eBook oder online-Angebot. Einige waren ganz ok, mehr aber auch nicht. Die meisten waren schlichtweg unbrauchbar. Seltsamerweise vor allem die Werke der großen und bekannten Verlage, die für Österreich und die Schweiz einen ganz guten Job machen. Am Südrand der Alpen scheint das aber nicht mehr zu klappen.

Aber es gibt auch Lichtblicke: Wunderschön aufbereitete Reiseführer fürs Val Grande mit vielen Hintergrundinformationen, tollen Fotos und unterhaltsamen Geschichten. Und ganz neu ab Mitte 2018: Die Carta Escursionistica von Geo4Map, die in der neuesten Ausgabe tatsächlich brauchbar scheint. Bin gerade dabei, sie ausgiebig zu testen.

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Anleitung Wanderkarte

Anleitung Wanderkarte

Die Wanderkarte (wie auch meine andere Karte zu Einkaufszielen in der Region) wurde von mir auf Basis von OpenStreetMap erstellt und wird regelmäßig aktualisiert – sowohl die Basiskarte also auch die Routen und Hinweise zu den Routen.

Wanderkarte Trarego-Viggiona
So sieht sie aus, die Karte – nach Einblenden einiger Touren

Die Karte beschränkt sich vorerst auf die Umgebung von Trarego-Viggiona, wird aber bei Bedarf ausgeweitet.

Beim Aufrufen ist die Karte ziemlich leer. Ihr könnt die Karteninhalte frei ein- und ausblenden, die Basiskarte kann von euch beliebig gewechselt werden. So einfach funktioniert die Bedienung:

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Schnellzugriff auf die Touren

Schnellzugriff auf die Touren

Es werden immer mehr. Und die Beitragsliste der Touren wird immer länger. Wenn ihr so wie ich keine Fans von langem Scrollen seid, bietet euch der Schnellzugriff eine einfache Auswahl der Touren. Vor allem am Smartphone ist das etwas komfortabler.

Darunter folgen dann die Beiträge mit den Kurzbeschreibungen.


Die Wanderkarte für PC, Tablet oder Smarphone findet ihr unter wanderkarte.rustico.info

In meinem Beitrag ‚Anleitung zur Karte‘ findet ihr eine Beschreibung, wie ihr die Karte bestmöglich nutzen könnt.

Tour 1: Monte Spalavera

Tour 1: Monte Spalavera

Diese Tour trägt nicht umsonst die Nr. 1 meiner Tourenliste. Es ist auch die Tour, die ich Besuchern immer als erstes empfehle. Denn sie ist einfach der perfekte Einstieg in die Berge rund um Trarego-Viggiona und bietet von allem etwas:

  • Panorama- und Weitsicht in alle Richtungen
  • gepflegte uralte Wege, die man sogar mit dem Auto befahren könnte, versteckte Passagen und schmale, abschüssige Pfade, die etwas Trittsicherheit voraussetzen.
  • die unterschiedlichen Wälder mit ihrem Artenreichtum
  • Bergbäche, Felsen und Weiden
  • historische Zeitdokumente in Form alter Verteidigungsanlagen, Schützengräben und traditioneller Häuser
  • Schattige Anstiege und sonnige Passagen
  • zu jeder Jahreszeit machbar – auch im Winter mit Schneeschuhen
Monte Spalavera
Selbst bei schlechtem Wetter ist der Ausblick vom Spalavera sehenswert.

Wenn euch diese Tour nicht gefällt, werde ich euch auch mit den anderen Touren kaum begeistern können. Auch wenn die sogar zum Teil noch eine Steigerung versprechen.

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Tour 2: Monte Carza

Tour 2: Monte Carza

Der Monte Carza ist der Hausberg von Trarego-Voggiona und allein deshalb etwas besonderes. Aber er ist noch mehr: Auf dem Monte Carza befinden sich

  • eine der wenigen GPS-Kalibrierungsstationen Europas,
  • ein riesiger Parabolspiegel, mit dem die Kontinental-Drift zwischen Europa und Afrika gemessen wird (Trarego-Viggiona befindet sich wie der größte Teil Italiens geologisch auf der afrikanischen Kontinentalplatte, die bei ihrer Drift Richtung Europa die Alpen aufgeschoben hat.),
  • alte Bunker der Linea Cadorna aus der Zeit vor dem ersten Weltkrieg
  • und natürlich eine tolle Aussicht.
Der Hügel links unter dem Wölkchen ist der Monte Carza

Wenn ihr euch die Tour auf der Wanderkarte anzeigen lasst, seht ihr gleich den größten Unterschied zu Tour 1: Ich habe auf die Kennzeichnung einer Standard-Route verzichtet, da je nach Ausgangspunkt und beabsichtigter Tourenlänge die Route klar ist. Dafür erkennt man schnell, dass die Tour so ziemlich alle Restaurants und Bars von Trarego-Viggiona streift. Für den ein oder anderen vielleicht ein willkommener Zusatznutzen 😉

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Tour 3: Cima di Morissolo und Monte Morissolino

Tour 3: Cima di Morissolo und Monte Morissolino

Egal, was ihr in anderen Reiseberichten gelesen habt oder was euch irgendwer erzählt hat – der beste Aussichtspunkt am Lago Maggiore ist die Cima die Morissolo. Ohne Wenn und Aber. Ein solches Panorama über den See findet ihr kein zweites mal. Und auch die unterirdischen, frei begehbaren Verteidigungsanlagen im Berg sind einmalig.

Panorama Cima die Morissolo
Endlose Weite: Der Blick von der Cima di Morissolo

Außerdem bekommt ihr mit dieser Tour den ersten echten Geheimtipp: Denn ihr werdet sonst nirgendwo eine Wegbeschreibung auf den Monte Morissolino, den Nachbarberg der Cima di Morissolo finden. Und auch dieser Berg hat es in sich: Ein toller Blick auf den Monte Zeda und auf einen echten Koloss: Der Monte Rosa, zweithöchster Berg der Alpen, ist das größte Felsmassiv, dass ihr in Europa bewundern könnt. Eine Felswand von 30 km Länge und über 3.000 Meter Höhe. Dagegen ist der nur wenige Meter höhere Mont Blanc ein Waisenknabe. So einfach kommt ihr sonst kaum zu diesem Anblick. Denn die Wege sind allesamt nicht zu steil, relativ kurz und bequem zu gehen.

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Tour 4: Cannero Riviera

Tour 4: Cannero Riviera

Wenn ihr schon immer wissen wolltet, was sich am steilen Hang von Trarego-Viggiona abseits der Straße sonst so tut, ist diese Tour sehr aufschlussreich 😉

Ich gehe im Sommer gerne mal hinunter zum See, um mich am Strand ein bisschen abzukühlen. Bis ich dann aber wieder zu Hause bin, ist die nächste Abkühlung fällig. Denn die gesamte Tour liegt am sonnigen Südhang. Der Aufstieg über Oggiogno ist zwar schattig und relativ kühl. Anstrengend wird’s aber dann, wenn man sich in Cannero Riviera ein Glas Weißwein zu viel gegönnt hat.

Auf dem Weg von Trarego nach Cannero ergibt sich ein Blick auf Oggiogno, rechts im Bild.

Lohnend ist die Tour allemal, da hier nicht unbedingt die Natur und Landschaft im Vordergrund stehen sondern die Einblicke in die Kultur der Gegend. Vom Rustico über feudale Villen mit exotischen Parkanlagen, Kirchen aller Epochen, der alte Hafen bis hin zu einer mittelalterlichen Weinpresse können im Lauf der Tour besichtigt werden.

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Tour 5: Piaggia am Rand des Val Grande

Tour 5: Piaggia am Rand des Val Grande

Eine Tour für Abenteurer und fortgeschrittene Pfadfinder, die sich auf anspruchsvolleres Gelände im Val Grande vorbereiten möchten. Ohne große Anstiege und Anstrengung, dafür mit hohen Anforderungen an die Wegfindungsgabe.

Die Tour führt uns am Rand eines kleinen Talkessels immer an der Grenze des Nationalparks Val Grande entlang und gibt einen Einblick, wie das Leben hier vor 80 Jahren noch war. Hierher verirrt sich wirklich kaum jemand, was natürlich seinen Reiz hat. Aber auch ein Problem mit sich bringt: Die ständige Suche nach dem Weg kann auch zermürben.

Scareno Talkessel
Blick in den Talkessel von Scareno, den ihr mit dieser Tour umrundet.

Trotzdem empfehle ich die Tour jedem, der das Val Grande noch für sich entdecken will. Denn hier könnt ihr üben, was im Val Grande zuverlässig klappen muss: Wege auch im höheren Grasland finden, sich trittsicher durch Buschwerk bewegen und ein bisschen die Wildnis erobern. Auf dieser Tour geht das ohne jede Gefahr durch absturzgefährdendes Gelände. Im Val Grande sieht das dann an manchen Stellen anders aus.

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Tour 6: Cannobio

Tour 6: Cannobio

Cannobio ist sicher eines der schönsten und lebenswertesten Städtchen am Lago Maggiore und bietet mit dem Markt am Sonntagvormittag ein Einkaufserlebnis, das Tagesgäste aus ganz Mitteleuropa anlockt.

Doch wie alles hat auch diese Medaille zwei Seiten. Und die Kehrseite kennt jeder, der mal versucht hat, während der Saison einen Parkplatz in Cannobio zu finden. Am Sonntag ist mit dem Auto fast kein Durchkommen möglich.

Cannobio
Die Strandpromenade vom Hafen aus betrachtet

Und das ist der erste der zwei Gründe, warum ich diese Tour mindestens 5 bis 6 mal jährlich gehe. Warum mit dem Auto fahren, wenn es zu Fuß fast genauso schnell geht? Hinzu kommt, dass die Tour wirklich atemberaubend schön ist. Die vielen Ein- und Ausblicke in unglaublich konzentrierter Form sind der zweite Grund. Und der Anstieg auf dem Rückweg ist auch mit dem Einkauf gut zu schaffen – vorausgesetzt, ihr habt den Rucksack nicht vergessen.

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Tour 7: Voiasc und Bocchetta Tondone

Tour 7: Voiasc und Bocchetta Tondone

Ein wunterschöner Sonntagnachmittagsspaziergang ist die kurze Tour nach Voiasc, die man mit dem Rückweg über die Bocchetta Tondone in sportlicher Hinsicht etwas aufpeppen kann. Aber natürlich nicht muss.

Auch diese Tour zähle ich zu den Geheimtipps, da ich hier außer meinen Begleitern noch nie einen Menschen gesehen habe. Und es ist mal ein anderes Panorama als immer nur der See: Auf der Eselweide von Voiasc habt ihr einen Blick ins untere Valle Connobina, den euch kein anderer Platz bietet.

Valle Cannobina von Voiasc
Der weite Blick ins Valle Cannobina

Die Esel auf der Weide waren bisher immer brav und eher distanziert, manchmal auch richtig verschmust. Ein Fest für Pferdefreunde. Mal trifft man hier auf eine richtige Herde von 7 bis 10 Tieren mit Fohlen, mal ist es auch nur ein einsamer Esel, der euch begrüßt. Aber wie immer gilt beim Umgang mit Tieren: Wenn Babys (also Fohlen) im Spiel sind, darf auch mal der Mutterinstinkt durchkommen (bei den Eseln – nicht bei euch!). Dann ist es besser, Abstand zu halten.

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Tour 8: Zur Madonna im Wasserfall

Tour 8: Zur Madonna im Wasserfall

Es muss nicht immer gleich eine große Tour sein, um die Schönheiten der Landschaft zu entdecken. Von Trarego aus reicht auch ein kurzer Spaziergang, um traditionelle Weiden, Kastanienwälder, einen beeindruckenden Wasserfall und das See-Panorama zu sehen.

Ein Besuch der Gedenkstätte für die Widerstandskämpfer der Gemeinde im 2. Weltkrieg vervollständigen die kurze Runde.

Nicht immer ist der See zu sehen – vor allem, wenn man in Trarego-Viggiona oder auch Oggiogno (Silhouette unten, mitte-rechts) über den Wolken ist

Der perfekte Verdauungsspaziergang nach dem Mittagessen.

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Tour 9: Monte Zeda

Tour 9: Monte Zeda

Mit dieser Tour nähern wir uns dem anspruchsvolleren Gelände am Rand des Val Grande. Hier geht ihr über einige Passagen, die eindrucksvoll vor Augen führen, dass wir uns im alpinen Gelände bewegen. Und dass der Alpenhauptkamm mit seinen unzähligen Viertausendern näher ist, als vom Österreich-Urlaub gewohnt.

Panorama Monte Zeda
Blick vom Monte Zeda Richtung Süden

Diese Tour verlangt euch mehr ab als die bisher beschriebenen Wege. Dafür belohnt euch der Monte Zeda bei gutem Wetter mit einem Rundum-Blick, der vom Lago Maggiore über die fernen Seealpen und ins Val Grande bis zu den Königen der Westalpen reicht. Monte Rosa, Matterhorn, Täschhorn, Dom, Monte Leone, Aletschhorn, Jungfrau, Mönch, Finsteraarhorn, Schreckhorn, Gran Paradiso. Sogar der Monte Viso ganz im Süden ist an klaren Tagen zu sehen. Hattet ihr jemals so einen Weitblick von einem Berg, der gerade mal 2.156 Meter hoch ist?

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Tour 10: Die Königsetappe zwischen Trarego und dem Val Grande

Tour 10: Die Königsetappe zwischen Trarego und dem Val Grande

Das größte, tollste, beste trägt ja heute immer die Nummer 10. Oder ‚X‘. Windows 10, IPhone X, Top 10, Generation X und X-Men 😉 … Deshalb kommt jetzt meine ganz spezielle ‚Tour X‘!

Panorama Monte Zeda
Noch nicht ganz auf dem Gipfel – die Sicht ist trotzdem schon richtig gut.

Dabei ist diese Tour eigentlich gar keine eigenständige Tour, sondern die Kombination verschiedener Touren mit den erforderlichen Verbindungen, um von Trarego aus über alle Gipfel zum Monte Zeda zu gelangen.

Entstanden ist diese Tour durch eine meiner Schwächen: Ich kann nicht umkehren!

Oft will ich nur mit meinem Hund eine Runde drehen und gehe mal grob Richtung Via Panoramica/Piazza. Dann kann ich ja auch gleich noch weiter auf die Cima l’Alpe. Von da aus ist es nicht mehr weit auf den Monte Spalavera. Und spätestens am Anstieg auf den Spalavera ist es dann um mich geschehen. Der Blick auf den Monte Zeda lässt mich nicht mehr los. Dann geht’s eben weiter über den Monte Bavarione bis zum Gipfel des Monte Zeda.

Kann ich jedem empfehlen, den die gut 30 km und knapp 2.000 Höhenmeter (hin und zurück) nicht abschrecken. Die vielen Wege, die sonst keiner kennt, vermitteln ein Befühl von Freiheit und Unabhängigkeit, das ich sonst nur selten erleben darf.

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