Tour 3: Cima di Morissolo und Monte Morissolino

Tour 3: Cima di Morissolo und Monte Morissolino

Egal, was ihr in anderen Reiseberichten gelesen habt oder was euch irgendwer erzählt hat – der beste Aussichtspunkt am Lago Maggiore ist die Cima die Morissolo. Ohne Wenn und Aber. Ein solches Panorama über den See findet ihr kein zweites mal. Und auch die unterirdischen, frei begehbaren Verteidigungsanlagen im Berg sind einmalig.

Panorama Cima die Morissolo
Endlose Weite: Der Blick von der Cima di Morissolo

Außerdem bekommt ihr mit dieser Tour den ersten echten Geheimtipp: Denn ihr werdet sonst nirgendwo eine Wegbeschreibung auf den Monte Morissolino, den Nachbarberg der Cima di Morissolo finden. Und auch dieser Berg hat es in sich: Ein toller Blick auf den Monte Zeda und auf einen echten Koloss: Der Monte Rosa, zweithöchster Berg der Alpen, ist das größte Felsmassiv, dass ihr in Europa bewundern könnt. Eine Felswand von 30 km Länge und über 3.000 Meter Höhe. Dagegen ist der nur wenige Meter höhere Mont Blanc ein Waisenknabe. So einfach kommt ihr sonst kaum zu diesem Anblick. Denn die Wege sind allesamt nicht zu steil, relativ kurz und bequem zu gehen.

Benötigte Zeit für die markierte Tour: ca. 2:45 h bei gemütlicher Gangart (ohne Pausen und sonstige Verzögerungen durch Besichtigungen etc.). Mit normalen Wanderschuhen seid ihr gut gerüstet.

Die Tour beginnt bei Il Colle, das ihr über die Via Panoramica von Trarego aus schnell mit dem Auto, aber auch über verschiedene Wege zu Fuß erreicht (siehe die Beschreibungen in Tour 1). Der Weg beginnt links neben dem Brunnen auf der Straßenseite gegenüber des Parkplatzes und führt ohne Steigung am Hang entlang. Erst die letzten 200 Meter bis zum Gipfel der Cima di Morissolo werden etwas steiler. Hier müssen auch ein paar höhere Stufen bezwungen werden.

Der Gipfel lädt bereits zum ausgiebigen Fotografieren ein. Nicht nur das Panorama, auch die teils skurril gewachsenen Buchen sind faszinierend. Wenn ihr aber noch ein paar Meter weiter Richtung See bis zu den drei Gipfelkreuzen absteigt, offenbart sich Euch ein noch freierer Blick auf den gesamten See.

Und wieder eine Verteidigungsanlage der Linea Cadorna

Cima di Morissolo
Blick zurück zur Cima di Morissolo

Wenn ihr den Weg wieder ein Stück zurück geht, kommt ihr an einem kleinen Sattel auf die andere Hangseite, die von einer alten Militärstraße gesäumt wird. Und die endet nach wenigen Metern am Eingang zur beeindruckendsten unterirdischen Festungsanlage der Region. Die Stollen können frei besichtigt werden und sind in der Regel über Bewegungsmelder beleuchtet. Da aber die Solaranlage für den Strom immer wieder entwendet wird, kann die Beleuchtung auch mal ausfallen. Ein Teil der Stollen ist dann zwar noch begehbar, trotzdem empfehle ich, eine Taschenlampe mitzunehmen. Die Taschenlampenfunktion des Smartphones tut’s aber auch, falls vorhanden.

Weiter geht’s zum Monte Morissolino

Monte Morrisolino
Monte Morissolino – auch im Winter ein Erlebnis

Wieder zurück an dem kleinen Sattel führt der Weg am Grat entlang hinauf zum Monte Morissolino. Auch hier finden sich linkerhand noch Reste der alten Verteidigungsanlage. Der Weg führt mit moderater Steigung zwischen einem lichten Buchenwald und Grasland bis zum flachen Gipfel des Morissolino – immer mit Blick auf den See zur Linken, auf die Berge zur Rechten.

Der Rückweg nach Colle führt zuerst hinab zur Via Panoramica und dann auf dieser Straße bis Il Colle.

Alternativen

  • Wer sich den Anstieg zum Monte Morissolino nicht antun möchte, kann auch von der Cima die Morissolo die alte Militärstraße eben bis zum Sanatorium in Pincavallo und dann über die Via Panoramica nach einer kurzen Steigung eben bis Il Colle gehen. Am Sanatorium ist jeden Sonntag Vormittag ein kleiner Markt, wo von eher zwielichtigen Händlern Billig-Importware und Markenfälschungen verkauft werden. Diesen Weg kann ich nur mit Einschränkung empfehlen, den Markt gar nicht.

    Monte Rosa
    Blick auf den Monte Rosa – rechts am Horizont
  • Wenn ihr nicht über die Via Panoramica gehen wollt, weil da doch alle paar Minuten mal ein Auto fährt, könnt ihr auch den Abstieg über den Nordhang des Monte Morissolino probieren. Dieser Weg ist allerdings komplett von der Vegetation überwuchert und sehr schwer zu finden. Die Verwendung der Karte mit GPS-Unterstützung kann hier helfen, garantiert aber leider auch nicht, dass ihr den Weg genau trefft. Denn Abweichungen von wenigen Metern sind jedem GPS-Gerät oder Smartphone zuzugestehen. Der Hang ist aber weder abschüssig noch gefährlich. Empfehlen kann ich diese Alterative aber nur, wenn ihr bereits einige Erfahrungen im unwegsamen Gelände gesammelt habt.
    Der Weg führt zuerst am Hang entlang durch Alpenrosen und Heidelbeeren. Wenn ihr nach wenigen hundert Metern den Wald erreicht habt, geht’s immer am Grat entlang nach unten – ganz bequem zu gehen auch ohne Weg.

 


Die Wanderkarte für PC, Tablet oder Smarphone findet ihr unter wanderkarte.rustico.info

In meinem Beitrag ‚Anleitung zur Karte‘ findet ihr eine Beschreibung, wie ihr die Karte bestmöglich nutzen könnt.

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