So klappt’s in Italien mit dem Internet

So klappt’s in Italien mit dem Internet

Was suchen wir im Urlaub oder – wie in meinem Fall – in der zweiten Heimat? Ruhe, Erholung, Kultur, Lebensfreude, vielleicht neue Freunde, gutes Essen, Komfort, Natur … Nix, wofür man einen Internetanschluss bräuchte. Tja – bis man dann wirklich mal offline ist. Dann merkt man erst, was mittlerweile die neue wichtigste Nebensache der Welt ist. Auf Internet will heute kaum mehr jemand verzichten, auch ich nicht.

Als Tourist profitieren wir ja seit ein paar Monaten von der Regelung, dass wir unsere Flatrate auch im EU-Ausland nutzen können. Aber vielen reicht das nicht. Vor allem, wenn man hier heimisch wird. Und selbst beim Roaming lauern noch einige teure Kostenfallen, mit denen ich auch schon schmerzhafte Erfahrungen gemacht habe.

Die gute Nachricht: Mittlerweile klappt das mit dem Internet ganz gut in Italien. Man muss nur wissen, worauf man achten sollte.

Beim Netzausbau sind sich Deutschland und Italien sehr ähnlich

Was in Deutschland seitens der Politik und der großen Anbieter verschlafen wurde, ist in Italien der zersiedelten Landschaft geschuldet: der unzureichende Netzausbau. Immerhin hat es Deutschland mittlerweile geschafft, beim Breitband-Ausbau in der Liste der EU-Länder auf den vorletzten Platz zu klettern (vor Österreich), trotzdem hat Italien mit dem fünft-letzten Platz hier deutlich die Nase vorn, trotz der infrastrukturellen Probleme, mit denen das Land schon immer kämpft (Quelle: ftthcouncil.eu). Und – ob ihr’s glaubt oder nicht – das macht sich bemerkbar.

LTE macht’s möglich

Zumindest habe ich mittlerweile in meiner Hütte, die ich im Winter nur zu Fuß erreiche, im Sommer nur mit 4×4-Fahrzeugen, ohne öffentlichen Wasseranschluss oder Telefon, dank LTE richtig gutes Internet. Im Vergleich zu meinem Haus in Oberschwaben ist die Bandbreite hier in meiner Hütte vier mal höher, die Stabilität vorbildlich und die Kosten dafür nur ein Viertel.

Aber ich will auch nicht verschweigen, dass ich hierfür über 10 Jahre alles mögliche ausprobiert habe, bei allen vier großen Netzanbietern viel Geld gelassen habe und mit teurer Hardware experimentieren musste.

Die Basisversorgung ist eigentlich ganz einfach

Wenn ihr nach Italien kommt, werdet ihr wohl auch zuerst mal über Roaming online gehen. Dagegen ist auch nichts einzuwenden, so lange ihr die Nähe zur Schweiz berücksichtigt. Denn wenn ihr einfach darauf vertraut, dass eure Internet-Flatrate ja auch im EU-Ausland gilt, passiert euch wahrscheinlich das, was hier jedem schon passiert ist. Mich hat’s einmal über 50€, ein zweites mal 18€ gekostet – das vergisst man nicht. Denn die geologischen Besonderheiten der Region führen dazu, dass oft das Netz der östlichen Seeseite das stärkste ist. Und das sind leider meistens die Netze der schweizer Funktürme, die auf den Gipfeln der gegenüberliegenden Berge stationiert sind. Und in diesen Netzen gilt eure Flatrate sehr wahrscheinlich nicht. Dazu kommt, dass die Schweiz im Mobilfunk genauso teuer ist wie in allem anderen. Ein einmaliges automatisches Einwählen, um mal kurz Mails und WhatsApp zu checken, macht dann gleich mal 6 € aus.

Internet-Tipp #1: Deaktiviert die automatische Netzwahl beim Datenroaming!

Geht dazu in eure Einstellungen und schaltet die automatische Netzwahl aus. Das Smartphone scannt dann alle verfügbaren Netze, von denen ihr unbedingt ein italienisches Netz auswählen solltet – erkennbar an der .it-Endung des Anbieters. Am besten ist in der Region um Cannobio, Cannero, Verbania und Trarego-Viggiona nach meiner Erfahrung Vodafone.it. Nur an manchen Stellen wie z. B. Viggiona ist TIM etwas stärker, dafür nicht so stabil.
Es ist übrigens egal, ob ihr ein 2G, 3G oder 4G-Netz wählt. Euer Gerät sucht sich dann immer automatisch das beste und stärkste Netz des gewählten Anbieters.

Wenn ihr einen Anbieter manuell gewählt habt, könnt ihr das bis zur Abreise so lassen. Ich würde aber anfangs öfter mal checken, ob euer Smartphone die manuelle Netzwahl auch zuverlässig umsetzt. Wir haben nämlich schon einige Male erlebt, dass vor allem Android-Geräte trotz manueller Netzwahl bei unzureichender Feldstärke wieder in die automatische Netzwahl zurück gegangen sind.

Die bessere Wahl für längere Aufenthalte: Eine Prepaid-Karte eines italienischen Netzbetreibers

Wenn der Aufenthalt am Lago Maggiore mal länger dauert als eine Woche, reicht das Datenroaming vielleicht nicht mehr aus. Vor allem, wenn der Datenverbrauch die 200 MB pro Tag übersteigt oder ihr ein WLAN für mehrere Personen betreiben wollt, lohnt sich der Kauf einer italienischen Prepaid-Karte. Denn mobiles Internet ist in Italien richtig gut und dabei noch erschwinglich. Kein Vergleich zu Deutschland! In Italien bekommt ihr 10 GB LTE-Highspeed-Datenvolumen für 10 €. Oder 30 GB für 20 €. Im Vergleich dazu sind meine 15 GB im deutschen Schnecken-LTE für 63 € (ohne Rabatte) eine andere Hausnummer.

Internet-Tipp #2: Italienische Prepaid-Karten für längere oder wiederholte Aufenthalte

Italienische Netzbetreiber haben günstige Prepaid-Angebote, die ihr auch als Deutsche kaufen könnt. Die Karten bekommt ihr in speziellen Agenturen oder Elektromärkten, siehe meine Shoppingkarte. Eine Vodafone-Agentur findet ihr im Einkaufszentrum Le Isole in Gravellona Toce, alle größeren Anbieter vertreibt der Elektromarkt Euronics in Verbania. Meine Empfehlung ist aber das kleine Geschäft RISI ElletroTV in Cannobio. Hier bekommt ihr Vodafone- und TIM-Karten, dazu gute Beratung und Hilfe, wenn mal was nicht funktioniert.

Ihr fragt einfach nach einer „carta ricaricabile per internet“ und wählt ein Datenvolumen aus. Eine gute Wahl für’s erste wären die 10 GB für beispielsweise 10 € bei Vodafone (Tarif Simple+). Welcher Anbieter der Richtige ist, lest ihr weiter unten. Nur so viel vorweg: Ich habe alle 4 großen Anbieter ausprobiert und bin bisher mit Vodafone am besten gefahren.

Wichtig: Lasst die Karte gleich im Shop aktivieren, dann seid ihr nach wenigen Stunden online.

Internet-Tipp #3: Kümmert euch rechtzeitig vor dem Kauf um die erforderlichen Dokumente

Was ihr für den Kauf einer Prepaid-Karte unbedingt mitbringen müsst, ist ein Personalausweis und – wie immer in Italien – der codice fiscale. Falls ihr diese italienische Steuernummer noch nicht habt, könnt ihr euch eine über diesen online-Genarator erzeugen lassen. Die online generierten codice fiscale werden zwar für größere Rechtsgeschäfte nicht akzeptiert, für den Kauf einer Prepaid-Karte aber in der Regel schon. Als Geburtsort tragt ihr „Germania“ ein und wählt dann im nächsten Schritt im Drop-Down-Menü „Z112 Germania (EE)“ aus.  Der dann generierte 16-stellige Code ist euer persönlicher codice fiscale. Ausdrucken und fertig!

Ganz reibungslos funktioniert aber auch der Kauf und die Einrichtung einer italienischen Prepaid-Karte nicht. Es könnte so einfach sein, wäre da nicht die italienische Bürokratie und Engstirnigkeit …

Ein paar Hürden müsst ihr noch nehmen …

Denn wenn ihr die Karte endlich habt, werdet ihr schnell feststellen, dass ihr zwar einige Stunden nach der Aktivierung durchaus eine gute Internetverbindung habt – dafür müsst ihr nur die Karte in euer Smartphone oder Tablet stecken (Double-SIM-Geräte sind da natürlich im Vorteil) und im Ausnahmefall noch die APN eintragen. Die erfahrt ihr im Bedarfsfall vom Verkäufer der Karte. Perfekt ist natürlich ein (mobiler) LTE-WLAN-Router. Aber die Freude währt nur so lange, bis ihr wissen wollt, wie viel ihr vom Datenvolumen bereits verbraucht habt oder wie ihr euer Guthaben aufladen könnt. Denn da fangen die Probleme an:

  • Ihr wisst noch nicht mal, wie die Telefonnummer eurer SIM-Karte ist und habt damit keine Möglichkeit, ein Kundenkonto beim Mobilfunkanbieter zu registrieren (Typischer Fall bei Vodafone).
  • Ihr stellt fest, dass ihr die Apps der Mobilfunkanbieter nicht installieren könnt, da dies nicht funktioniert, wenn Euer Gerät nicht in Italien registriert ist (Bei allen Anbietern).
  • Solltet ihr doch endlich ein Kundenkonto oder die App haben, verweigert der Anbieter die Aufladung per Kreditkarte oder Paypal, weil das entsprechende (Bank-)Konto nicht zu einer italienischen Bank oder dem italienischen Paypal gehört (Das hat mich vor allem bei TIM geärgert).
  • Habt ihr endlich doch ein Kundenkonto und damit den Zugang zu euren Daten, stellt ihr fest, dass mit dem Datenpaket auch gleich noch einige andere Services hinzugebucht wurden, die ihr nicht braucht, die euer Guthaben aber mit mehreren Euro pro Monat belasten. Und die ihr natürlich nicht online kündigen könnt sondern nur telefonisch. Und das klappt nicht, weil ihr entweder stundenlang in der Warteschlange hängt oder die freundliche Mitarbeiterin partout nicht verstehen will, was ihr von ihr wollt (Das ist vor allem bei TIM der Fall).
  • Die Ernüchterung folgt dann in den Abendstunden, wenn die Italiener Feierabend haben und die Netze komplett überlastet sind. Nix mehr mit Internet ab 17:00 Uhr bis 22:00 Uhr (Vor allem bei den kleineren Anbietern aber auch bei TIM).

Aber auch dafür gibt es praktikable Lösungen

Internet-Tipp #4: die ersten 7 Schritte nach der Freischaltung eurer neuen Prepaid-Karte

Wenn ihr endlich mit der neuen Karte online seid, probiert erst mal in Ruhe aus, wie das Internet so ist, freut euch über die Geschwindigkeit und wartet noch ein paar Stunden. Denn die meisten Services werden erst einige Stunden nach der Freischaltung aktiviert. Ich würde einen Tag warten, dann kann’s los gehen.

  1. Identifiziert und notiert eure Telefonnummer. Die steht oft auf der SIM-Karte, manchmal aber auch nicht. Bei Vodafone ist das die einfachste Möglichkeit, die Telefonnummer zu erfahren: Ihr schickt auch mit der neuen Sim selbst eine SMS auf eure bestehende Handynummer oder ruft euch selbst an. Die neue Nummer wird dann mit der SMS oder dem Anruf übertragen.
    Hinweis: Italienische Mobilfunknummern beginnen nicht mit 0 sondern in der Regel mit einer 3. Bei Verwendung der Ländervorwahl (für Italien +39) wird die Nummer direkt angehängt, es muss nicht wie in Deutschland die erste Zahl (0) weg gelassen werden.
  2. Mit dieser Nummer registriert ihr euch beim Anbieter für ein eigenes Kundenkonto. Das geht schnell, ist rasch über eine SMS des Anbieters bestätigt und bringt euch den Zugang zu euren Daten.
  3. Im online-Account seht ihr dann, welche Optionen (promozioni attive) zusätzlich abgeschlossen wurden (Anti-Virus-Dienste, Streamingdienste etc.). Diese könnt ihr belassen, so lange sie kostenfrei sind. Kostenpflichtige Dienste könnt ihr hoffentlich online kündigen.
    Bei Vodafone ist das sehr transparent und fair gestaltet, bei den anderen eher unübersichtlich und verwirrend. Bei TIM habe ich es auch nach mehreren Monaten nicht geschafft, ungewollte Optionen zu kündigen.
  4. Sucht nach der Option, die verhindert, dass sich die SIM in ausländische (vor allem schweizer) Netze einwählt. Dies ist bei Vodafone von Anfang an aktiviert, überprüft es aber zur Sicherheit nochmal. Die Translate-Funktion von Google Chrome hilft dabei sehr gut. Bei den anderen Anbietern solltet ihr manuelle Netzwahl einstellen, da die Option im Kundenkonto entweder nicht vorhanden oder versteckt ist.
  5. Deutlich bequemer ist die Kundenkontopflege über die Apps – die aber auf euren „ausländischen“ Geräten nicht so einfach mal installiert werden können. Es gibt aber für TIM und Vodafone freie apk-Dateien, mit denen ihr die Apps auf eure Android-Geräten installieren könnt. Wie das bei den iOS-Geräten aussieht, kann ich nicht sagen. Könnte aber schwierig werden, da iOS in Italien eher exotisch ist.
    Die aktuellsten apk-Dateien für Android könnt ihr ganz einfach über freie Anbieter herunterladen und installieren. Die besten freien App-Anbieter für italienische Apps, die über Google Play nicht international verfügbar gemacht wurden, sind meiner Meinung nach APKmonk und APKpure. Die Links für die Vodafone.it-App:
    www.apkmonk.com/app/it.vodafone.my190/
    m.apkpure.com/de/my-vodafone-italia/it.vodafone.my190
    APKpure hat auch die TIM-App, ihr müsst sie nur über die Suchfunktion suchen.
  6. Die letzte Hürde: Guthaben aufladen. Deutsche Kreditkarten, Konten etc. werden natürlich immer noch oft nicht akzeptiert, obwohl das seit Jahren gegen EU-Recht verstößt. Es laufen aber schon erste EU-Gerichtsverfahren, vielleicht bringt das ja was.
    Irgendwie geht’s dann doch bei jedem Anbieter:
    Ihr könnt in den Elektrogeschäften oder Supermärkten Guthabenkarten kaufen. Der Code, den ihr auf einem Kassenzettel bekommt, muss dann per Anruf auf eine „Ricarica“-Telefonnummer, die auf Eurer SIM gespeichert ist, eingegeben werden. Manche Anbieter bieten diesen Service auch per SMS oder APP (z. B. TIM) an. Ist halt lästig und geht eben nur vor Ort, nicht von Deutschland aus.
    Vodafone akzeptiert zusätzlich Paypal-Zahlungen, auch wenn diese auf ein deutsches Bankkonto laufen. Das funktioniert per App oder im online-Account reibungslos und komfortabel („Ricarica“). Bei TIM hat das bei mir nie geplappt, bei den anderen ging’s bis vor ca. zwei Jahren auch nicht. Kann aber sein, dass sie das mittlerweile anbieten.
  7. Wenn ihr die Karte für längere Zeit nutzen wollt, müsst ihr mindestens einmal pro Jahr Guthaben aufladen, sonst verfällt die SIM. Die Optionen werden monatlich nur aktiviert, wenn ihr genügend Guthaben habt, ansonsten ruhen sie. Ihr könnt die Karte also bis zum nächsten Urlaub aufheben ohne Zusatzkosten. Nur die jährliche Aufladung solltet ihr nicht vergessen.

Ihr merkt schon, dass ich einen favorisierten Anbieter habe: Vodafone. Es ist halt der einzige, der guten Empfang und stabile Datenraten bietet und ein Mindestmaß an Kundenfreundlichkeit bietet. Das ist aber nur meine subjektive Meinung auf Basis einer 12-jährigen Erfahrung.

Damit seid ihr wieder mit der Welt verbunden. Ist etwas komplizierter als in Deutschland aber dafür günstiger und meistens auch schneller.

Für den ein oder anderen werden trotzdem noch Fragen offen bleiben? Warum Prepaid und nicht gleich einen Vertrag, wenn ich öfter in Italien bin? Und wie sieht das aus mit Internet im Haus? Das habe ich in einem extra Beitrag beschrieben – sonst wird das hier zu lang und zu unübersichtlich: Eigenes Internet und WLAN im Haus

26 Gedanken zu „So klappt’s in Italien mit dem Internet

  1. Über einen Umweg habe ich den Link zu diesem interessanten Artikel erhalten und mich ebenfalls für eine Vodafone Prepaidkarte entschieden. Diese nutze ich jetzt seit fünf Wochen und bin mehr als zufrieden.

    Mit einer APK Datei kann man die Vodafone- App problemlos installieren, hat damit Zugriff auf seine Daten, auch ohne mir selbst eine SMS schicken zu müssen. Die App erkennt die SIM- Karte automatisch. Das Aufladen und bezahlen funktioniert mit Paypal ebenso unproblematisch. Ich bin begeistert, auch wenn ich nach dem Lesen des Artikels erst mal geschluckt habe, doch am Ende war all das wesentlich einfacher als gedacht.

    Vielen Dank für diese ausführliche Beschreibung!

  2. Hallo Christian
    Besten Dank für die perfekte Anleitung. Hat alles wunderbar geklappt; die Vodafone App für iPhone lässt sich einfach herunterladen, indem man bei der Apple ID sein Herkunftsland mit Italien angibt und eine fiktive Adresse eingibt. Bei Zahlungsart unbedingt „nessuna“ anklicken. Mein Problem: Meine Karte mit Abo Simple+ wird nun jeden Monat automatisch mit €9.99 belastet. Da ich nur ca. 3 Wochen im Jahr in der Ferienwohnung bin, wird das dann doch recht teuer. Weiss allenfalls jemand, wie ich aus dem Abo Modus rauskomme, ohne den Vertrag künden zu müssen?
    Besten Dank.

    1. Hallo, das ist ganz einfach: lass einfach dein Guthaben auslaufen, dann ruht das Abo, sobald das Guthaben nicht mehr ausreicht, also unter 9,99 € liegt. Sobald du dann wieder Guthaben auflädst, läuft das Abo wieder.

  3. Hallo an alle,
    versucht es doch Mal mit einer Karte von drei.at, hier funktionieren mehrere Länder und das Netz in Italien ist „fast“ überall erreichbar…
    Habe die Karte seit knapp 10 Jahren problemlos in Betrieb

  4. Hallo Christian,
    vielen Dank für deinen informativen Blog.
    Ich habe mir vor 5 Jahren eine TIM-Simkarte gekauft und bin mit einem Aldi-Surfstick online gegangen. Hat ein bisschen gehakelt, aber immer gut funktioniert.
    Letztes Jahr habe ich mir einen mobilen Hotspot kaufen müssen, ein ZTE MF90.
    Auf die Simkarte habe ich für den Urlaub immer eine Internetoption gebucht, für 12-15 Euro. Alles easy.
    Dieses Jahr jedoch erzählte mir die nette Dame im Risi Ellettro Geschäft in Canobbio, das das nicht mehr geht. Ich hätte da einen besonderen Tarif auf meiner Karte, ich müsste selbst den Operator 119 anrufen, den Tarif ändern lassen und müsste dann monatlich 12 Euro zahlen und noch 5 Euro für die Aktivierung.
    Ich musste dann eine neue Simkarte kaufen für 23 Euro, mit 4 GB tags und 4GB nachts für 30 Tage. Das hat dann auch funktioniert. Sie meinte, alle Touristen würden jedes Jahr eine neue Simkarte kaufen. Öhm… hat doch 5 Jahre lang geklappt…

    1. Ja, momentan werden alle Tarife umgestellt, aber zumeist zum Nutzen der Kunden. Ich habe auch seit diesem Monat 40 GB statt 10. Dafür kostet der Tarif 5 Euro mehr. Man muss nicht wechseln, es wird aber dringend empfohlen.

  5. Hallo,

    Weiss jemand wie man bei TIM diese unnuetzen services permanent ausschalten kann?
    Die haben mich bereits eine Stange Geld gekostet…

  6. Hallo Christian

    Gibt es diese Angebote nur in den Shops die du auf der Karte markiert hast oder sind da allgemein alle Vodafone Shops?? Für uns wäre es einen riesen Umweg zu den markierten Shop’s zu fahren nur für die SIM Karte. Wir haben kein so günstiges Angebot leider niergends gefunden wie du geschrieben hast. Hast du dazu vielleicht einen Link/Tipp oder ähnlich??

    1. Die Angebote werden gerade überall dünner. Die günstigsten Tarife finde ich selbst auch nicht mehr. Aber prinzipiell sollte jeder Shop auch das anbieten, was auf den Internetseiten der großen Netzbetreiber zu finden ist. Allerdings gehen viele Shops dazu über, nur noch die Tarife anzubieten, an denen sie möglichst viel verdienen. Vor allem zur Hochsaison nimmt das überhand. Da müsst ihr dann tatsächlich mehrere Shops abklappern.

  7. Meine Erfahrungen: Habe vorhin in Desenzano (Gardasee) im Vodafone-Shop eine 32GB Prepaid Daten-Sim um EUR 20 gekauft. (Es gibt auch kleinere/günstigere Pakete.)
    Ich musste einen Ausweis vorweisen und eine e-Mailadresse nennen. Supernetter und kompetenter Verkäufer, er hat auch gleich die SIM-PIN entfernt und nach ca. 30 Minuten (Aussage war max. 2 Stunden) war die SIM aktiv.

  8. Hallo. Wir haben das Problem bei einer TIM Simkarte mit Visitorflat, dass wir seit dem wir in der Nähe der Grenze waren (Schweiz) keine Datenverbindung mehr Zustande kommt. Die Karte hatte sich kurzzeitig im Schweizer Netz eingewählt
    Die Zugänge sind alle richtig eingestellt.
    Mit einer deutschen Telekom Karte bekomme ich problemlos eine Datenverbindung aufgebaut mit dem TIM Netz.
    Gibt es hier einen geheim Tipp um die Verbindung wieder zum Laufen zu bekommen?

    1. Hm, ist schon einige Zeit her, dass ich mir die „TIM for visitors“ angeschaut habe. Aber in meiner Erinnerung ist die Karte nicht offen für ausländische Netze, also auf Italien begrenzt. Damit sollte eine Einwahl ins schweizer Netz eigentlich gar nicht möglich sein. Wenn das doch passiert ist, hat TIM die Karte wahrscheinlich für die mobile Internetnutzung gesperrt. Das ist eine italienische Besonderheit, die wir aus Deutschland nicht kennen: Die Karte funktioniert, hat vollen Empfang, alles sieht so aus wie immer – aber der Daten-Download wurde vom Betreiber gesperrt.
      Ist mir bei TIM (und auch bei anderen) schon mehrfach passiert. Oft reicht hier ein Neustart des Routers oder Smartphones, damit sich die Karte neu im TIM-Netz anmelden kann. Kann aber auch sein, dass Du mobile Internetnutzung telefonisch wieder freischalten lassen musst.

  9. Hallo Christian,
    interessanter Bericht, der sich auch mit meinen Erfahrungen und Problemen deckt. Ich wohne teilweise in Tremosine, oberhalb von Limone sul Garda. Automatische Netzwahl (ich habe E-Plus) scheitert oft, manuelle Netzwahl ist nicht zuverlässig, es werden aber 3-5 Netzbetreiber angezeigt. Mein Nachbar hat schnelles Internet auf dem Smartphone.

    Meine Fragen sind:
    -Bisher erhielt ich die Antwort, dass die ital. SIM-Karten alle mit einem Abo versehen sind, also weiterlaufen und nicht nach einem Monat enden. Ich hätte gerne nur für einen Monat 10GB. Gibt es sowas mittlerweile ?
    -Ich habe eine TIM-Telefonkarte, prepaid. Schon seit Jahren. Eigentlich brauche ich die doch nicht mehr, oder ? Zum Telefonieren geht ja jetzt auch die deutsche Karte ohne Mehrkosten. Kann ich diese in eine Datenkarte wandeln ? (ist noch Guthaben drauf).
    – Wie sind deine Erfahrungen mit Hotspot vom Handy (für Laptop) vs. SIM-Router. Bessere Einwahl ? Schneller ?
    -Ich habe ein Dual-SIM-Handy (OnePlus3) und im 2.Slot eine D-Netz-Karte. Leider mit wenig Datenvolumen. Das ist aber viel besser bezgl. Einwahl. Was ich nicht verstehe, denn im Ausland hab ich doch immer alle Anbieter, oder ?
    – Ich verstehe nicht, warum ich nur dort, in der 2. Heimat, diese Zugangsprobleme habe. Sonst in Italien eher nicht. Einen Tipp ?

    Viele Grüße,
    saluti,
    Kurt

    1. Ciao Kurt,

      Ich weiß nicht, ob ich alle deine Fragen zufriedenstellend beantworten kann, aber ich versuch’s mal:
      – Italienische Datenpakete zu den Prepaid-Karten laufen immer als Abo, können aber monatlich gekündigt oder geändert werden. Müssen sie aber gar nicht, da sie automatisch ruhen, wenn die Verlängerung nicht durch ein Guthaben gedeckt ist. D.h. wenn Du zu wenig Guthaben auf der Karte hast, wird das Datenpaket so lange nicht verlängert, bis Du wieder neues Guthaben auflädst. Ansonsten eben nach der Aktivierung zum Monatsende kündigen – geht bei Vodafone super per App, bei TIM m.W. nur telefonisch.
      – Du kannst jede TIM-Sim auch zu einer Daten-Sim machen, indem Du einfach ein Datenpaket buchst. Das geht per App oder Internet. Voraussetzung ist ein online-Account, den Du per Internet beantragen kannst.
      – Sim-Router ist die bessere Wahl, weil jeder italienische Mobilfunkanbieter nach ein bis drei Tagen deine mobile Internetverbindung kappt. Damit wollen sie vermeiden, dass die Prepaidkarten für dauerhafte stationäre Internetzugänge für z.B. Webcams genutzt werden. Dann muss das Gerät neu gestartet werden, um eine neue Einwahl zu generieren. Das ist mit dem Router einfacher. Wenn du aber Dein Smartphone ohnehin regelmäßig ausschaltest und neu startest, klappt das genauso mit dem Handy, aber mit der Einschränkung, dass du nur 5 Geräte ins WLAN bringst. Beim Router sind das meist deutlich mehr.
      – Welche Anbieter Du im Ausland nutzen kannst, bestimmt Dein deutscher Anbieter. Bei O2 und E-PLUS ist das oft nur WIND und evtl. TIM. Die deutschen Vodafone und Telekom bieten eine breitere Auswahl an Roamingpartnern. Dir werden zwar immer alle Anbieter angezeigt, aber nicht jeder erlaubt eine Verbindung, da sie evtl. kein Roaming-Übereinkommen mit dem deutschen Anbieter haben. Drum bin ich weg von O2 und zu Vodafone.
      – Gardasee und Lago Maggiore haben eine Gemeinsamkeit: schwierige geologische Gegebenheiten und damit ein chronisch überlastetes mobiles Internet. Geht mir genauso, vor allem zur Touristensaison. Im Winter klappt’s vorbildlich, im Sommer wird’s holprig.

      Hoffe, das hilft Dir weiter.
      Viele Grüße
      Christian

      1. Hallo in die Runde!
        Ich bin Rustico SEHR dankbar für die absolut verständlichen und nützlichen Hinweise zum Internet/WLAN in Italien! Perfekt! Ich wohne gegenüber in Luino und habe seit ein paar Minuten WLAN DANK Vodafone prepaid! Nun ein kleiner Tipp für Italien mobile router: habe im Vodafone Shop einen super Router für 59€ erstanden! Vorteil: da in Italien registriert gibt es NULL Probleme mit APN! Den ZTE Router Schenk ich nun meiner Schwester für Gebrauch in BRD, wir haben den italienischen in Gebrauch! Und dank werbe Aktion bei Vodafone 32 GB FÜR 20€!
        Das nur als kleinen Hinweis! Ganz lieben Dank für die super Beschreibung!!!

  10. Hallo Christian,

    danke für den Artikel- werden Deine Empfehlungen in unserem Rustico in Ligurien testen und berichten…

    Apps für Vodafone.it auf deutsche Handys (Android) zu laden und die Prepaid-Karte per PayPal oder deutschem Bankkonto wieder aufzuladen ist allerdings kein Problem mehr. Klappt für 2 Karten seit einem Jahr reibunglos und selbst Wind laden wir für einen Freund, der in Italien lebt und es selbst nicht hinbekommt, per App auf deutschem Handy von Deutschland aus für sein italienisches auf. 😀

    Viele Grüße,

    Anja

    1. Hallo Anja, Danke für den Hinweis. Paypal war bei Vodafone noch nie das Problem, aber die App! Hab’s gerade nochmal probiert: Ich kann die App auf keinem meiner Geräte installieren, weil irgendwelche Regionaleinstellungen es verhindern. Geht auch einigen weiteren Blog-Lesern so.
      Aber es gibt ja Gottseidank freie APKs im Netz.
      Viele Grüße
      Christian

  11. Hallo Christian,

    super Artikel danke dir. Ich bin gerade nach Verona gezogen und werde für 1 Jahr bleiben. (komme aus Österreich)
    Mein Vermieter hat aktuell für mich und noch 2 weitere Appartments einen Webcube von WIND, aber da ist das Internet so schlecht Horror! (zwischen 2 und 15MB/s) Ich brauch zum arbeiten min. 20MB/s. Greife von hier über Citrix auf Remote Desktóps in DE zu.
    Mein aktuelles Problem ist, das ich nicht genauch weiß, wieviel ich an Datenvolumen pro Monat benötige. Kann man das zum Beispiel bei Vodafone Prepaid auch upgraden, falls man mal zu wenig hat? Gibt es aktuell ein gutes Angebot? Für Verona, welchen Anbieter würdest du empfehlen? Ich tendiere auch zu Vodafone, denn zB am Iphone hab ich immer vodafone IT als Anbieter und draußen hatte ich schon einmal 180MB/s 🙂

    Danke für deine Hilfe schon mal vorab.

    Gruß Bartl

    1. Hallo Bartl,
      leider kenne ich die Situation in Verona nicht. Aber für eine stabile Bandbreite von über 20 MB/s wirst du dir in Italien auch innerhalb der Großstädte schwer tun – egal welcher Anbieter. Vodafone schafft das regional durchaus, aber eben auch nicht zuverlässig zu jeder Tageszeit. Vor allem in den frühen Abendstunden oder über Mittag musst Du auch bei Vodafone und mehr noch bei TIM mit starken Einbrüchen rechnen.
      Datenvolumen-Upgrades sind bei Vodafone problemlos möglich – und im Gegensatz zu Vodafone Deutschland auch ohne überzogene Mehrkosten. Bei TIM war das in der Vergangenheit nicht möglich.
      Viele Grüße und vor allem viel Erfolg und eine schöne Zeit in Verona
      Christian

      1. Hej Christian,
        danke für deine rasche Antwort.
        Ich hab mir jetzt von Vodafone einen mobilen Router mit Bindung geholt. Hast recht ist überall unterschiedlich mit dem Speed, aber ich bin ja zumindest Mobil damit.

        Danke.

  12. Hallo Christian vielen Dank für den tollen Erfahrungsbericht, seit Februar 2018 schaft es auch TIM PayPal aus anderen Ländern zu akzeptieren.
    Als Tipp für iPhone Benutzer, kann unter Apple-ID das Land Italien ausgewählt werden, nach Angabe einer fiktiven Adresse mit Telefonnummer in Italien, bei Zahlungsdaten „Keine“ auswählen, kommt man zum App Store Italien und kann sich die Provider App’s Installieren. Anschließend wieder zum original Land wechseln. Die App’s bleiben installiert.

  13. Mein Enkel aus USA geht als Student (university’s of Florida) für ein Jahr (Studium) nach Florenz. Er braucht unbedingt WiFi/WLAN und Internet, um seinen Laptop, iPhone benutzen zu können (Social Media wKostenfrei).
    Was sollen wir kaufen? Prepaid oder?

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