Eigenes Internet und WLAN im Haus

Eigenes Internet und WLAN im Haus

Wer ein Haus oder eine Wohnung in den ländlichen Regionen in Italien besitzt, kennt die Probleme der italienischen Infrastruktur. Die schwierige geologische Situation und die zersiedelte Landschaft machen die leitungsgebundene Versorgung zur Herkulesaufgabe. Da müssen für drei Häuser kilometerlange Stromleitungen verlegt werden, die Wasserversorgung ist mehr als kompliziert und kabelgebundenes Internet nur im Ausnahmefall vorhanden.

Die Lösung: Internet über Mobilfunk.

Ich kenne zum direkten Vergleich nur die Situation der deutschen Internetversorgung. Und da muss ich sagen, hat Italien seinen Job bislang sehr gut gemacht. Zwar gibt es wenige Angebote für DSL, Glasfaser und kabelgebundenes Highspeed-Internet. Aber wenigstens funktioniert das mobilfunkgestützte Internet hervorragend. Und das zu Preisen, von denen wir in Deutschland nur träumen können.

Wenn ihr also deutsche Verhältnisse gewohnt seid und in Italien über einen Internetanschluss nachdenkt, müsst ihr ein bisschen umdenken:

  • DSL ist nur ausnahmsweise verfügbar und nicht unbedingt schnell. Auch auf der Kostenseite bietet es kaum Vorteile.
  • Auf Glasfaser zu warten bringt wahrscheinlich noch weniger als in Deutschland. Zwar steckt Italien sehr viel mehr Geld und politischen Willen in den Glasfaserausbau, im alpinen Gelände wird es trotzdem dauern, bis die Leitungen vollflächig verlegt sind.
  • Deshalb dreht sich zumindest am Lago Maggiore alles um die LTE-Highspeed-Versorgung. Und das ist auch die einfachste, günstigste und erfolgversprechendste Lösung für euer Ferienhaus.

Was ihr dafür braucht, erkläre ich euch in diesem Beitrag

Vertrag oder Prepaid?

Die erste Frage ist für die meisten von uns schnell beantwortet. Denn einen Mobilfunkvertrag bekommt man nur, wenn man einen Erstwohnsitz in Italien hat. Und ein italienisches Bankkonto. Wenn nicht, bleibt nur Prepaid.

Allerdings ist das nicht wirklich ein Problem. Denn traditionell ist Prepaid in Italien schon immer erste Wahl. Das liegt zum einen daran, dass die Zahlungsmoral in Italien nicht immer die beste ist und die Anbieter deshalb in der Vergangenheit gar kein Interesse hatten, Verträge abzuschließen. Zum anderen war bislang auch von Kundenseite das Interesse an langfristigen Bindungen an einen Anbieter sehr gering, da es im Zuge der rasanten Entwicklung im Netz- und 3G/4G-Ausbau verlockend war, immer kurzfristig zum jeweils stärksten und günstigsten Anbieter wechseln zu können.

Der erste, der künftig stärker auf Verträge statt Prepaid setzt, ist Vodafone. Deshalb kommt man bei Vodafone mit Verträgen etwas günstiger weg als mit Prepaid. Ansonsten spricht nichts gegen Prepaid.

Klare Empfehlung: Prepaid!

Deshalb gilt hier meine Empfehlung ganz klar einem Prepaidangebot („Ricaricabile“), selbst wenn ein Vertrag abgeschlossen werden kann und sogar günstiger angeboten wird. Denn bislang bin auch ich sehr gut damit gefahren, den Anbieter immer wieder mal zu wechseln, um an besseres, schnelleres, günstigeres Internet zu kommen. Aktuelles Beispiel: Mein Wechsel im Januar 2018 von TIM zu Vodafone bringt mir eine zehnmal höhere Bandbreite, fünf mal mehr Datenvolumen und ein deutlich stabileres Netz. Und kostet mich monatlich genau einen Cent mehr als das alte Angebot von TIM.

Details zum Kauf einer Prepaid-Karte und deren Einrichtung findet ihr in meinem früheren Beitrag: So klappt’s in Italien mit dem Internet

Was beim stationären Einsatz des LTE-Anschlusses noch eine Rolle spielt, ist der richtige Anbieter. Denn die Netzabdeckung der einzelnen Anbieter ist auch in Italien sehr unterschiedlich. Das solltet ihr vorab checken.

So findet ihr den richtigen Anbieter

  • Variante 1 für den Praktiker: Testet einfach mit eurem (LTE-fähigen!) Smartphone über die manuelle Netzwahl, welcher Anbieter das stärkste Netz bei euch bietet. Das dauert zwar etwas, ist dafür aber zuverlässig. Idealerweise testet ihr das bei unterschiedlichem Wetter. Denn die Sendemasten unten am See sind bei gutem Wetter klasse, bei Nebel oder Regen eher dürftig. Die Masten auf der anderen Seeseite oder auf den Bergen bieten da bei schlechtem Wetter stabileren Empfang.
  • Variante 2 für den Theoretiker: Checkt die Netzabdeckung (copertura rete) auf den Internetseiten der Anbieter.
    Hier die Links zur Netzabdeckung von
    Vodafone (in Trarego-Viggiona prinzipiell sehr gut, auch im 4G-Netz mit Ausnahme einiger Ecken, v. a. in Viggiona)
    TIM (Die Online-Karte funktioniert wie alles bei TIM nur sporadisch. Das TIM-Netz ist in Trarego-Viggiona ganz ok aber sehr störanfällig, vor allem zu Stoßzeiten.)
    Wind (in Trarego-Viggiona eigentlich ganz gut abgesehen von einigen Funklöchern)
    3 (ebenfalls gut in Trarego-Viggiona vertreten, es kommt halt auf den genauen Standort an.)

Jetzt braucht ihr noch die passende Hardware für’s Haus

Wenn ihr schon Internet im Haus installiert, dann sollte das natürlich so sein, dass ihr mit verschiedenen Geräten per WLAN auf einen Internetzugang zugreifen könnt. Also braucht’s die passende Hardware dafür. Und die hängt dann stark von den lokalen Gegebenheiten ab.

Ich habe mittlerweile nicht nur meine Prepaid-Karte bereits sechs mal getauscht. Auch meine Hardware hat schon viel Geld verschlungen. Denn bei Prepaid-Angeboten ist in der Regel keine Hardware enthalten. Und falls doch, taugt die meistens nicht sehr viel. Vor allem bei abgelegeneren Wohnlagen mit schlechtem Empfang kommt ihr wahrscheinlich nicht drum herum, aufzurüsten.

Ich habe jetzt den fünften Router im Einsatz und weiß, dass ich bald einen neuen brauche, um alle Anforderungen abdecken zu können. Wenn man bedenkt, dass selbst günstige Router zwischen 100 und 200 Euro kosten, steckt da ganz schön Geld drin.

Damit ihr die gleichen Experimente nicht auch machen müsst, hier meine Empfehlungen für euer LTE-WLAN:

Zuerst solltet ihr testen, wie der Empfang in eurer Wohnung ist. Das klappt ganz gut mit dem Smartphone, besser mit einem LTE-Router. Testet zuerst in der Wohnung, dann am Fenster, dann draußen. Die Fenster oder die Hausseite, die dem See zugewandt sind, sollten den besten Empfang bringen.

Wenn ihr den Empfang getestet habt, wisst ihr, was für eine Hardware ihr braucht:

  • Habt ihr in der Wohnung auch in der letzten Ecke guten und stabilen Empfang (mindestens 2 von 5 Balken), genügt ein einfacher LTE-Router. Habt ihr ein Haus mit dicken Steinwänden und Betondecken, sollte es ein Router mit gutem und starkem WLAN sein. Bei einer kleineren Wohnung genügt sogar ein kleiner, günstiger mobiler LTE-Router.
  • Habt ihr nur am Fenster Empfang, wird’s schon etwas schwieriger. In diesem Fall bietet sich entweder ein kleiner unauffälliger mobiler LTE-Router an, der am Fenster platziert wird. Oder – die bessere Lösung – ein Router mit Anschlussmöglichkeit für eine externe Antenne, die dann am Fenster oder gleich an der Außenwand platziert wird.
  • Ist der Empfang am Fenster schon nicht so toll oder gar nur outdoor vorhanden, kommt ihr um einen Router mit externer Antenne nicht herum.
  • Ist der Empfang selbst vor dem Haus sehr schwach oder wechselhaft, bietet sich zusätzlich zum Router eine spezielle Mimo-Richtantenne an. Die kann (muss aber nicht) einen stabilen Empfang realisieren.

Jetzt fehlt nur noch der letzte Schritt: Kauf und Installation der benötigten Hardware.

Für die richtige Hardware findet ihr im Internet und auch bei den größeren Shopping-Plattformen wie Amazon viele Bewertungen und Empfehlungen. Aber irgendwie bin ich mit den Empfehlungen nicht immer einverstanden. Da wird z. B. Huawei immer hoch gelobt und als Kaufempfehlung angepriesen. Ich habe vier Huawei-Router für insgesamt über 700 € im Einsatz gehabt und war oft enttäuscht. Ständige Softwareprobleme, Abbrüche und Defekte. Vor allem die Netzteile kamen bei mir nie mit dem italienischen Stromnetz zurecht und sind halbjährlich abgeraucht.

Jetzt habe ich einen super-billigen ZTE-Router im Einsatz und bin total zufrieden. Zumal ich für dieses Gerät Standard-USB-Netzteile für 2 € verwenden kann.

Deshalb auch hier meine Empfehlungen zur Hardware – auch wenn ich da nicht mit der Mehrheit der Bewertungen bei Amazon & Co konform bin. Alle Geräte eignen sich für LTE, UMTS und sogar GPRS, sollten also immer das richtige Netz finden.

Die einfachste Lösung für Wohnungen mit gutem Empfang: Mobiler LTE-Router von ZTE

Die meisten mobilen Router kommen von Huawei oder anderen etablierten Marken, sind teuer und bieten wenig Ausstattung. Die Alternative von ZTE ist in Deutschland kaum vertreten, funktioniert bei mir aber seit 7 Monaten absolut zuverlässig und versorgt mich immer mit schnellem Internet und verblüffend starkem WLAN, das sogar durch die 70 cm-Wände meines Rusticos geht. Sogar externe Antennen können angeschlossen werden, um den Empfang zu verbessern. Und das zu einem Preis, den kein anderer Router in diesem Segment bietet.

Im Moment habe ich in meinem Rustico in Trarego die unten aufgeführte Kombination im Einsatz. Am Fenster bringen die zwei Einzelantennen etwas Gewinn, Die Doppelantenne mit Kabel ist perfekt, wenn man nur an einer Stelle Empfang hat, an der man den Router nicht aufstellen möchte oder kann – also z. B. um die Antenne im Freien aufzustellen, den Router aber im Haus. Einen großen Signal-Gewinn bringen beide Antennen nicht, aber eben die Möglichkeit, das Signal an einem geeigneten Platz abzugreifen. Für mein etwas abgelegeneres Gästehaus reichen die kleinen Antennen allerdings nicht mehr aus – da braucht’s dann was stärkeres. Natürlich können auch richtige Mimo-Antennen an den Router angeschlossen werden (mit TS9-Stecker oder entsprechendem Adapter), dann würde ich aber gleich zu einem richtigen stationären Router greifen.

Der kleine Router bedient zuverlässig 14 Empfänger über WLAN – das reicht für 4 Personen mit je einem Smartphone, Tablet und PC. Also für das Ferienhaus ok.

Wenn das WLAN etwas stärker und für mehr Geräte ausgelegt sein soll, der LTE-Empfang aber schon richtig gut ist: stationärer Huawei- oder D-Link-Router

Auch wenn in diesem Szenario oft die Cubes von Huawei, Vodafone, D-Link oder Zyxel angepriesen werden, verzichte ich auf diese Empfehlung. Denn die Cubes mögen zwar schick sein, haben aber nur Nachteile: Teuer, schlechter Empfang und oft keine Möglichkeit zum Anschluss einer externen Antenne oder einer Festplatte etc. Gut für die Großstadt aber nix für die wechselnden (Wetter-) Bedingungen am Lago Maggiore.

Deshalb meine zwei Empfehlungen: Einmal der bewährte Huawei B315s, mit dem ich im Gegensatz zu allen anderen Huawei-Geräten keine wirklich schlechten Erfahrungen gemacht habe. Und den D-Link DWR-921, der preislich in der gleichen Liga spielt. Der D-Link hat den minimal stärkeren und stabileren (aber etwas langsameren) LTE-Empfang, dafür ist beim Huawei das WLAN stärker und das LTE schneller. Und der D-Link kommt mit manchen Android-Geräten nicht klar. Immer, wenn sich meine billigen China-Importe (Smartphone oder Tablet) mit dem WLAN verbinden, bleibt der Router hängen. Bei Markengeräten ist das allerdings nicht der Fall.

Beide Router haben die Möglichkeit, externe Antennen mit dem gängigen Steckersystem SMA anzuschließen, eignen sich also auch für Gegenden mit schlechtem oder sehr schlechtem Empfang.

Für die meisten Anwender mit gutem Empfang ist aber wahrscheinlich der Huawei die bessere Alternative, weil er doch ein bisschen stabiler und zuverlässiger zu sein scheint. Außerdem kann ich eine Festplatte per USB anschließen und damit meine eigene Musik im WLAN streamen – für mich ein entscheidendes Kaufargument, das der D-Link nicht hat.

Die Add-Ons für schlechten Empfang: Leistungsstarke Außenantennen

Beim Einsatz von Außenantennen gibt es zwei Dinge zu beachten: Das Antennensystem (Rundstrahlantenne vs. Richtantenne) und die Kompatibilität zum Router. Und da zickt der oben empfohlene Huawei-Router wie alle Huaweis öfter mal rum. Der D-Link holt aus jeder Antenne das Maximum raus, der Huawei ist da nicht so toll. Also wenn euer Empfang sehr schlecht ist, ist der D-Link dann doch die bessere Alternative. Wenn’s nur drum geht, etwas mehr aus dem vorhandenen Netz rauszuholen, kommt auch der Huawei mit jeder Außenantenne ganz gut klar.

Für die Entscheidung, welcher Antennentyp es sein darf, spielt es eine große Rolle, wo der nächste Funkmast eures Anbieters steht und ob ihr den Standort überhaupt erfahrt. Denn die Mobilfunknetzbetreiber geben diese Informationen in Italien nicht bekannt.

Deshalb zuerst die einfachere Variante: Rundstrahlantennen

Diese Antennen brauchen keine genaue Ausrichtung. Dafür müssen immer zwei Antennen installiert werden in einem Abstand von mindestens 10 cm, besser 50 cm oder mehr. Deshalb hat euer Router auch zwei Antennenanschlüsse. Die wenigsten Rundstrahlantennen bringen wirklich eine starke Empfangsverbesserung, können aber trotzdem sehr nützlich sein, da sie den besseren Empfang außerhalb des Hauses zu eurem Router bringen. In meinem Gästehaus z. B. geht ohne Außenantenne gar nichts, mit Rundstrahlantennen funktioniert der Empfang einwandfrei.

Wirklich empfehlen kann ich eigentlich nur die teuren Antennen von Blankenburg – alle anderen haben rein gar nichts gebracht. Und wie gesagt: Ihr braucht zwei davon! Teuer, dafür einfach zu installieren und wirkungsvoll.

Sehr viel stärker ist die Empfangsverbesserung durch Mimo-Richtantennen. Allerdings auch komplizierter. Denn ihr braucht den genauen Standort des Sendemastes und müsst es dann noch schaffen, die Antenne auch genau auf diesen Mast auszurichten. Und das ist schwieriger als es sich anhört. Denn wenn die Ausrichtung nicht genau passt, bringt die teure Antenne gar nichts.

Wenn ihr euch das antun wollt (ober wegen des schlechten Empfangs müsst), könnt ihr es so machen wie ich, als es den neuen Vodafone-Mast noch nicht gab und ich einen TIM-Masten an der anderen Seeseite anpeilen musste.

Schritt 1: Standortbestimmung des Sendemasts

Da könnt ihr euch ganz einfach behelfen, indem ihr euch in euer neues LTE-Netz einwählt und im Haus auf Google Maps oder einem anderen Kartendienst euren Standort bestimmen lasst. Vorher müsst ihr die Standortbestimung über Mobilfunknetz in den Einstellungen freigeben. In diesem Fall sollte euer GPS innerhalb der Wohnung kein Signal haben und Google zeigt stattdessen den Standort des Sendemasts als euren Standort. Das ist zwar nicht sonderlich genau, für gute Antennen reicht’s aber.

Schritt 2: Berechnung der genauen Himmelsrichtung

Habt ihr den Standort des Sendemasts, müsst ihr über eine Karte bestimmen, wo dieser Standort relativ zu eurem Standort ist – und zwar aufs Grad genau. Kann man berechnen … wenn man’s kann. Ich hab’s  über ein Garmin-GPS-Gerät raus gekriegt. Es geht auch über Google Earth: Wenn ihr da eine Line zwischen eurem Standort und dem Sendemast zieht, könnt ihr die genaue Ausrichtung der Linie anzeigen lassen.

Schritt 3: Antenne horizontal ausrichten

Das geht nur mit einem Kompass, am leichtesten mit dem Kompass, der im Smartphone eingebaut ist – wenn einer eingebaut ist. Dann müsst ihr nur das Smartphone mit der unteren Kante an die flache Seite der Antenne halten und der Kompass zeigt euch die genaue Gradzahl der aktuellen Ausrichtung an. Jetzt noch die Antenne so weit drehen, dass die Ausrichtung stimmt – passt!

Schritt 4: Vertikale Ausrichtung

Die vertikale Ausrichtung ist weniger wichtig als die horizontale, sollte aber auch einigermaßen passen. Wenn ihr über die Stanortdaten den Höhenunterschied zwischen eurer Wohnung und dem Mast kennt und die Entfernung, lässt sich darüber leicht die Prozentzahl der Steigung ausrechnen:
(Höhenunterschied / Entfernung) * 100
Prozent in Grad umrechnen geht über einen Umrechner im Internet: Einfach in Google danach suchen. Die Ausrichtung der Antenne läuft dann wieder wie bei der horizontalen Ausrichtung mittels Smartphone. Evtl. müsst ihr Euch noch eine Wasserwaagen-App installieren, die die genaue Gradzahl anzeigt.

Wie gesagt: Bissl aufwendig. Hinzu kommt, dass möglichst eine Sichtverbindung zum Mast bestehen sollte. Ein paar Bäume machen da nicht viel, Gebäude oder gar ein Hügel machen die Nutzung einer Richtantenne aber unmöglich. Dann besser zwei hochwertige Rundstrahlantennen.

Wenn ihr’s trotzdem probieren wollt: Diese Richtantennen haben bei mir ganz gut funktioniert. Bin trotzdem froh, dass ich sie nicht mehr brauche und regelmäßig nach jedem Sturm neu ausrichten muss. Wenn ihr euch selbst eine sucht, achtet unbedingt darauf, dass das unterstützte Frequenzband zu eurem LTE passt. Meine Empfehlungen unterstützen alle Bänder, die in Italien im Einsatz sind. Die Log-Antenne ist etwas stärker als die Flachantenne, dafür groß, hässlich und noch komplizierter bei der Ausrichtung.

Die Flachantennen gibt’s immer wieder mal von verschiedenen Anbietern baugleich zu unterschiedlichen Preisen. Also achtet drauf, dass ihr die günstigste erwischt – mehr als 70 € sollte sie nicht kosten.


So – jetzt wisst ihr, warum ich 12 Jahre gebraucht habe, um für mich die ideale Ausrüstung zu finden. Und kaum bin ich fertig, baut Vodafone einen neuen Mast und ich brauch den ganzen Mist nicht mehr.

Aber vielleicht hilft’s euch ja weiter. Viel Erfolg wünsche ich!

Bitte beachtet zu den Produktlinks meine Hinweise für Produktempfehlungen.
(Als Amazon-Partner verdiene ich an qualifizierten Käufen.)

7 Gedanken zu „Eigenes Internet und WLAN im Haus

  1. Hallo Christian,
    wirklich super Empfehlungen die Du da gibst. Mit denen kann man wirklich etwas anfangen.
    Ich werde wahrscheinlich demnächst nach Apulien umziehen. Hast Du auch für diese Region eine Empfehlung oder gilt das oben gesagte für ganz Italien?
    Lieben Gruss
    Martin

  2. Lieber Christian, vielen Dank für die ausführlichen Praxiserfahrungen. Vielleicht hast Du oder ein „Leidensgenosse“ einen Tip: ich habe am Gardasee einen guten 4G Empfang. Die im iPad funktionierende Datenkarte habe ich in einen Vodafone Router gesteckt um ein „kleines“ WLAN im Haus zu haben.
    Allerdings bekomme ich trotz professionell geprüfter Einstellungen keinen „Internetzugriff“ mittels der Datenkarte im(!) Router. Ohne Router direkt im iPhone oder iPad kein Problem. Gibt es einen „italienischen“ Router. Vielen Dank für eine eventuelle Information.

    1. Hallo Helmut,

      da fallen mir spontan zwei Gründe ein:
      1. Der Vodafone-Router hat einen SIM-Lock, das heißt, er funktioniert nur mit der SIM (Datenkarte), die damals mit dem Router gemeinsam verkauft wurde. In diesem Fall muss der Router entsperrt werden. Hierfür gibt es eine Anleitung von Vodafone: https://www.vodafone.de/hilfe/hardware-entsperren.html
      2. Der Router ist bereits entsperrt, hat aber noch eine alte APN gespeichert. Das sind die Informationen, die der Router braucht, um vom Dienstanbieter für die Einwahl ins Netz zugelassen zu werden. Welche APN du hierfür benötigst, erfährst Du vom Dienstanbieter deiner aktuellen Daten-SIM oder einfach über Google („APN“ und Deinen Dienstanbieter in die Suchleiste eintragen, z.B. „APN TIM.it“). Wo die APN im Vodafone-Router eingetragen werden muss, sollte leicht zu finden sein: Wahrscheinlich in den Einstellungen > Netzeinstellungen o.ä.

      Einen italienischen Router brauchst Du nicht, aber er muss SIM-Lock-frei sein, also ohne Daten-Sim gekauft oder optional entsperrt werden. Die APN wird dann in der Regel automatisch von der Datenkarte übernommen.

  3. Hallo Christian, vielen dank für diese ausführlichen Informationen. Wir haben ein Haus am Gardasee und ich bin wirklich am Verzweifeln. Ich habe immer gedacht, ich muss mir einen Anschluss legen lassen. Habe schon oft die mobilen Wlans probiert meistens mit mäßigem Erfolg.
    Aber jetzt weiß ich, dass ich mir einen guten Router kaufe, den ich nicht wie in Deutschland in meine dsl Buchse stecke (die hab ich hier ja gar nicht) sondern in die Netzsteckdose und mit einer Rundumabtenne ausstatte und dazu eine prepaidkarte kaufe. Dann klappt das? Das wäre ja ein Traum!

  4. Hallo Christian,
    Vielen Dank für die ausführliche Informationen. Endlich mal jemand der aus der Praxis schreibt.
    Wohne zwar nicht in deiner Gegend in Italien, aber wir können die Tipps für unsere
    Gegend übernehmen.
    Nochmals vielen Dank.
    Salute
    Michael

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.