Fare le spese – Shopping auf italienisch

Fare le spese – Shopping auf italienisch

Nicht gerade meine Paradedisziplin … mit Shopping hab‘ ich’s nicht so. Trotzdem – hilft ja nix. Der Weinkeller füllt sich ja nicht von selbst. Also hier meine Einkaufstipps.

Erst mal eine Warnung: Egal ob „fare la spesa“ (Wochen-/Lebensmitteleinkauf) oder „fare le spese“ (Shopping) – wer in überfüllten Supermärkten oder Bekleidungsgeschäften schnell mal die Nerven verliert, sollte in Italien nicht zur Haupteinkaufszeit (später Nachmittag) shoppen gehen. Nicht dass die Geschäfte immer überfüllt wären. Nein, das Problem liegt tiefer: Italiener nutzen auch beim Einkaufen jede Gelegenheit, um sich ausführlich zu unterhalten. Möglichst in größeren Gruppen. Und natürlich immer an den Engstellen. Ihr solltet euch also dringend ein freundliches „permesso“ (Darf ich mal bitte durch?) angewöhnen, sonst endet ihr wie im deutschen Feierabendverkehr.

Abgesehen davon macht der Einkauf in Italien tatsächlich Spaß. Leuchtende Augen überall … wenn ihr beispielsweise die Lebensmittelauswahl in meinem Lieblings-Supermarkt entdeckt. Oder die Damen sich in den Bekleidungs- und vor allem Schuhgeschäften festgebissen haben. Oder geht mal mit Kindern in ein Spielwarengeschäft … oder lieber doch nicht 😉

Shoppingkarte

Wie schon bei den Märkten beschrieben, habe ich für die Gegend rund um Trarego-Viggiona, Cannero, Cannobio und Verbania eine online-Karte erstellt, auf der ich auch die empfehlenswerten Supermärkte und sonstigen Shopping-Möglichkeiten eingetragen habe, die ihr ganz nach Bedarf ein- und ausblenden könnt.

Die Shopping-Karte findet ihr unter shoppingkarte.rustico.info.

Die Bedienung der Karte erfolgt analog zur Wanderkarte, für die ich diese Anleitung geschrieben habe.


Das Wichtigste zum Beginn:

Supermärkte

Wenn’s ums Einkaufen geht, hat sich in Italien noch viel erhalten, was bei uns längst Geschichte ist: Vielfalt – selbst bei den Supermärkten. Vom winzigen Tante-Emma-Laden bis zum Riesen-Supermarkt mit unvorstellbaren Ausmaßen gibt es einfach alles. Außer Discounter – die sind dünn gesäht und werden eigentlich nur von Lidl vertreten. Tigros geht noch leicht in die Richtung. Aber auch Lidl und Tigros haben sich dem italienischen Geschmack angepasst und legen mehr Wert auf ein qualitativ hochwertiges Lebensmittelangebot.

Der gehobene Standard: Carrefour

Die breite Masse des Supermarktangebots wird dominiert von Carrefour, einer Kette französischen Ursprungs, die mit der alten italienischen Supermarktkette GS zusammen gegangen ist und die vielen Conad-Märkte in den kleineren Städten übernommen hat. Die Carrefour-Supermärkte sind immer einen Besuch wert und bieten eine breite Auswahl zu durchschnittlichen Preisen. In Cannobio und Cannero kommt man an den Carrefour-Märkten nicht vorbei.

Die Größe macht’s: Coop

Wer’s lieber eine Nummer größer mag und dafür die paar Kilometer nach Verbania oder Gravellona Toce auf sich nimmt, kann sich von den italienischen Coop-Märkten beeindrucken lassen. Riesig und gar nicht schlecht. Vor allem den Supermarkt in Gravellona kann ich wärmstens empfehlen. Wenn ihr’s endlich bis vor die Kasse geschafft habt, schaut noch bei den Keksen vorbei: Die „Duchesse di Omegna“ sind eine lokale Spezialität und trotz ihrer Einfachheit umwerfend lecker! Gibt’s nur in den lokalen Pasticcerie (Konditoreien) und im Coop.

Mein Top-Tipp: Esselunga

Das scharfe S „ß“ gibt’s im italienischen eigentlich nicht. Trotzdem gibt’s ein Wort dafür: „Esselunga“, also „langes S“. Und genau so heißt auch mein absoluter Lieblings-Supermarkt: Esselunga in Verbania. Die Auswahl und Qualität eines Feinkostgeschäfts mit den Preisen und der Größe eines Supermarkts. Kann man kaum beschreiben, muss man gesehen haben. Hier decke ich mich regelmäßig ein.

Geheimtipp für Trarego-Viggiona: Roberto

Winzig klein aber ungeheuer wichtig für die weniger mobile Landbevölkerung: Einige der kleinen Ladengeschäfte in den Dörfern haben bis heute überlebt. Und sie bieten eine überraschend große Auswahl an allem, was man für das tägliche Leben braucht. Und das bei einem hervorragenden Preis-Leistungsverhältnis. Genauso ein Geschäft ist auch der kleine Supermarkt von Roberto Borsetta in Trarego. Auf wenigen Quadratmetern bekommt ihr hier wirklich alles. Selbst frisches Obst, Gemüse, Wurst- und Fleischwaren oder Käse, Mückenspray, Unkrautvernichter, Wein, Toilettenpapier, Zahnpasta und Shampoo … Müsst ihr euch anschauen.

Natürlich gibt’s noch andere Supermärkte, Discounter und Lebensmittelgeschäfte. Aber alles kann ich ja nicht aufzählen. Und die aus meiner Sicht wichtigsten und besten sind die oben genannten.


Jetzt zur Königsdisziplin

Shopping

Kleidung, Schuhe, Deko und Haushalt … Für eure Entdeckungstour gibt’s am westlichen Lago Maggiore drei Einkaufszentren, die ich empfehlen kann: Die Altstadt von Cannobio, die Innenstadt von Verbania Intra und die Centri commerciali in Gravellona Toce.

Stadtbummel

Bei schönem Wetter sind natürlich die Altstädte von Cannobio und Verbania erste Wahl. Viele kleine Geschäfte mit exklusiver Auswahl bieten alles, was ihr von eurer Shoppingtour erwartet. Nicht vergessen: Den Scontrino (Kassenbon) müsst ihr mitnehmen für eventuelle Kontrollen durch die Polizia di Finanza, ob auch die Mehrwertsteuer abgerechnet wurde. Sonst kann’s teuer werden. Das gilt auch für das Eis an der Eisdiele oder das Panino zum mitnehmen.

Shopping-Malls

Es gibt aber auch eine Shopping-Möglichkeit für die Regentage: In Gravellona Toce gibt’s mehrere große Einkaufszentren, die zum größten Teil überdacht sind und auf teils mehreren Stockwerken zum shoppen einladen. Das größte Sportgeschäft der Region ist dort zu finden aber auch viele andere Angebote, die über das schlechte Wetter hinweghelfen. Natürlich findet ihr hier auch Eisdielen, Süßwarengeschäfte, McDonalds und alle Formen italienischen Fastfoods.

Alessi-Fabrikverkauf

Und wenn ihr schon in der Ecke seid, könnt ihr dann auch gleich noch einen Abstecher zu Alessi machen. Die Fabrik in Crusinallo di Omegna hat auch einen Lagerverkauf. Hier gibt’s nicht alles, was Alessi anbietet, aber das meiste. Und vor allem auch echte Schnäppchen und Zweite Wahl. Da gibt’s dann schon mal die Obstschale um 90 Prozent reduziert, nur weil etwas zu viel produziert wurde. Übrigens: Auch KitchenAid gehört mittlerweile zu Alessi und wird im Shop angeboten. Allerdings nur ganz selten auch mal reduziert.


Was interessiert sonst noch so? Baumärkte, Elektrohandel, Ofengeschäfte, Sanitär … Gibt’s alles. Wenn ihr einen speziellen Bedarf habt, schreibt mich direkt an oder – noch besser – schreibt’s in die Kommentare. Dann bekommt ihr sofort Antwort und ich ergänze das hier und auf der Shoppingkarte.

Das Angebot gilt natürlich auch, wenn ihr wissen wollt, welches die beste Cantina (Weingeschäft), die ultimative Pasticceria (Konditorei) oder meine bevorzugte Salumeria (Wurst-/Schinkengeschäft) oder Latteria (Käsegeschäft) ist. Nur bei Textilien braucht ihr mich nicht fragen – die kaufe ich auf dem Markt.

2 Gedanken zu „Fare le spese – Shopping auf italienisch

  1. Hallo, das ist ja mal eine tolle Seite!
    Bin da zufällig drauf gestoßen! Die Informationen hier sind erstklassig! Wir haben ein Ferienhaus zwischen Luino und Porto Valtravaglia und suchen verzweifelt einen Baumarkt. In Luino gibt es zwar einen Mio Brico aber das ist eher ein Ramsch-Laden… Wissen Sie noch von weiteren Baumärkten?

    1. Hallo, auf der Ostseite von See kenne ich leider auch keinen Baumarkt. Evtl in Richtung Varese. Ansonsten kann ich den Cipir in Verbania Intra empfehlen, der ist groß, gut sortimentiert und günstig.
      In der Via del Tiro a Segna.

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